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Fördermittel für Life Sciences und Gesundheit

In Life Sciences liegen zwischen erster Idee und Markteintritt viele Jahre. In dieser Zeit entstehen Kosten für Präklinik, Studien, Zulassung und Qualitätssicherung, ohne dass Umsatz gegenübersteht. Wer diese Phasen ausschließlich über Eigenkapital oder Investorenrunden finanziert, verwässert häufig stärker als nötig. Öffentliche Förderung ist deshalb in dieser Branche selten ein Bonus, sondern ein fester Bestandteil der Finanzierungsstrategie. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Vorhaben typischerweise gefördert werden und wie sich Förderung über die Entwicklungsphasen hinweg planen lässt.

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Die Entwicklungen, die Ihre Roadmap prägen

Ein Vorhaben, das für ein Instrument zu früh ist, kann für ein anderes genau richtig sein. Daraus folgt der eigentliche Ansatz für diese Branche: nicht ein Antrag zum passenden Zeitpunkt, sondern eine Förder-Roadmap über die gesamte Entwicklungsdauer, bei der jede Phase dem passenden Instrument zugeordnet wird.

Präklinische und frühe klinische Entwicklung

Arbeiten, deren Ergebnis zu Beginn nicht feststeht, einschließlich der Verfahren zur Wirksamkeits- und Sicherheitsprüfung.

Entwicklung von Medizinprodukten

Konstruktion, Verifizierung und Validierung, soweit dabei technische Fragen offen sind und nicht nur bekannte Lösungen angewendet werden.

Software als Medizinprodukt und Digital Health

Algorithmen, Datenplattformen und Anwendungen, deren Zuverlässigkeit und regulatorische Konformität erst entwickelt werden muss.

Biotechnologische Verfahren und Herstellung

Prozessentwicklung, Skalierung von Herstellverfahren und Arbeiten an Reproduzierbarkeit und Ausbeute.

Diagnostik und Biomarker

Entwicklung und Validierung neuer diagnostischer Verfahren, einschließlich der dafür nötigen Datenauswertung.

Investitionen in Labor- und Produktionstechnik

Ausstattung, die für die Entwicklung oder die spätere Herstellung erforderlich ist, über andere Instrumente als die Entwicklungsförderung.

Die Programme dahinter

Für den deutschen Markt greifen je nach Entwicklungsphase unterschiedliche Instrumente. Auf der Entwicklungsseite sind das die Forschungszulage, das ZIM und thematische Calls aus kmu-innovativ. Für klinische Studien kommen je nach Phase spezielle Programme in Betracht.

Auf europäischer Ebene sind Horizont Europa, EUREKA Eurostars und der EIC Accelerator relevant, wenn internationale Kooperation, marktnahe Innovation oder Skalierung im Vordergrund stehen. Für Investitionen in Labor- und Produktionstechnik gelten andere Instrumente als für Entwicklungsarbeit.

Worauf Sie in dieser Branche achten sollten

In Life Sciences und Gesundheit scheitern Förderanträge selten daran, dass das Thema nicht relevant ist. Häufig entstehen Risiken durch die Einordnung der Entwicklungsphase, regulatorische Anforderungen und die Struktur der Partner.

01

Entwicklung oder regulatorische Pflicht?

Klinische Bewertung, Validierung, Qualitätsmanagement oder Dokumentation sind nicht automatisch förderfähig. Entscheidend ist, ob sie Teil eines echten Entwicklungsrisikos sind oder ob sie vor allem eine regulatorisch vorgeschriebene Pflicht für ein bereits festgelegtes Produkt erfüllen.

02

Kooperationen sauber strukturieren

Viele Vorhaben brauchen Kliniken, Forschungseinrichtungen, Labore oder CROs. Diese Partner müssen fachlich notwendig, vertraglich sauber eingebunden und kostenmäßig richtig zugeordnet sein. Unklare Rollen oder nicht sauber abgegrenzte Aufträge führen schnell zu Rückfragen oder Kürzungen.

03

Entwicklungsphase richtig wählen

Ein Vorhaben kann für ein Programm zu früh und für ein anderes zu spät sein. Gerade zwischen Präklinik, klinischer Validierung, Zulassung und Markteinführung entscheidet die genaue Phase darüber, welches Förderinstrument passt und welche Nachweise erwartet werden.

Die Entwicklungen, die Ihre Roadmap prägen

Klinische Bewertung, Verifizierung, Validierung, Qualitätsmanagement und Dokumentation sind keine Formalien am Ende des Projekts. Sie beeinflussen Produktdesign, Studienplanung, Datenqualität und Entwicklungsentscheidungen von Anfang an. Der Aufwand dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Zwischen Forschung, Präklinik, klinischer Prüfung, Zulassung und Markteintritt liegen oft viele Jahre ohne verlässliche Erlöse. Gerade in dieser Phase ist Finanzierung besonders anspruchsvoll, weil technisches, klinisches und regulatorisches Risiko zusammenkommen.

Zell- und Gentherapien, Biomarker, Companion Diagnostics und personalisierte Ansätze verschieben Entwicklung und Produktion von standardisierten Verfahren hin zu spezifischeren, teils patientennahen Prozessen. Das hat erhebliche Folgen für Herstellung, Skalierung, Qualitätssicherung und Nachweisführung.

Wie wir arbeiten

Wir beginnen nicht beim Antrag, sondern bei der Frage, in welcher Phase Ihre Vorhaben stehen und welche Anteile förderfähig sind. Unsere Fachleute kennen die Programme und die Bewertungspraxis in dieser Branche.

Die Menschen hinter Ihrem Antrag

Dr. ChristianSpengler

Senior Consultant

Dr. Christian Spengler

Zahlen, an denen Sie uns messen können

95%

Bewilligungsquote

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Ressources & Insights

Die Zusammenarbeit mit der Ignite Group war für uns eine große Entlastung. Dank […] der fachlichen Expertise hatten wir jederzeit das sichere Gefühl, mit unserem Förderantrag in den besten Händen zu sein.

Paula Hessing Senior Executive Assistant, MARKT-PILOT GmbH

Nach Ziel statt nach Branche einsteigen

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FAQs zur Fördermittelberatung

Alle FAQs ansehen

Ja, aber nicht pauschal. Klinische Studien können förderfähig sein, wenn sie Teil eines Forschungs-, Entwicklungs- oder Validierungsvorhabens sind. Je nach Phase kommen spezielle Programme für klinische Studien, kmu-innovativ, die Forschungszulage oder europäische Instrumente wie der EIC Accelerator infrage. Reine Zulassungsroutine ist davon abzugrenzen.

Ja. Viele Förderinstrumente stellen nicht auf Umsatz ab, sondern auf das Vorhaben, die Entwicklungsphase und die Finanzierungsfähigkeit. Auch steuerliche Instrumente wie die Forschungszulage können für Unternehmen ohne Gewinn relevant sein, weil ein übersteigender Betrag ausgezahlt werden kann.

Teilweise. Arbeiten, bei denen offen ist, ob und wie ein Nachweis gelingt, können förderfähig sein. Reine Pflichtdokumentation eines abgeschlossenen Entwicklungsstands dagegen nicht. Die Abgrenzung nehmen wir vor dem Antrag vor.

Über eine Förder-Roadmap. Abgeschlossene, laufende und geplante Phasen werden jeweils dem passenden Instrument zugeordnet. Dasselbe Vorhaben lässt sich nicht doppelt fördern, verschiedene Phasen aber sehr wohl unterschiedlich.

Ja, meist positiv. Kooperationen mit Kliniken und Forschungseinrichtungen stärken viele Anträge, bringen aber eigene Anforderungen an Rollenverteilung und Kostenzuordnung mit.