Die Menschen hinter Ihrem Antrag
Dr. ChristianSpengler
Senior Consultant
In Life Sciences liegen zwischen erster Idee und Markteintritt viele Jahre. In dieser Zeit entstehen Kosten für Präklinik, Studien, Zulassung und Qualitätssicherung, ohne dass Umsatz gegenübersteht. Wer diese Phasen ausschließlich über Eigenkapital oder Investorenrunden finanziert, verwässert häufig stärker als nötig. Öffentliche Förderung ist deshalb in dieser Branche selten ein Bonus, sondern ein fester Bestandteil der Finanzierungsstrategie. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Vorhaben typischerweise gefördert werden und wie sich Förderung über die Entwicklungsphasen hinweg planen lässt.
Für die Förderung ist entscheidend, in welcher Entwicklungsphase Ihr Vorhaben steht. Das ist in Life Sciences und Gesundheit besonders wichtig, weil Forschung, Präklinik, klinische Validierung, Zulassung, Skalierung und Marktzugang unterschiedlichen Förderlogiken folgen.
Ein Vorhaben, das für ein Instrument zu früh ist, kann für ein anderes genau richtig sein. Daraus folgt der eigentliche Ansatz für diese Branche: nicht ein Antrag zum passenden Zeitpunkt, sondern eine Förder-Roadmap über die gesamte Entwicklungsdauer, bei der jede Phase dem passenden Instrument zugeordnet wird.
Präklinische und frühe klinische Entwicklung
Arbeiten, deren Ergebnis zu Beginn nicht feststeht, einschließlich der Verfahren zur Wirksamkeits- und Sicherheitsprüfung.
Entwicklung von Medizinprodukten
Konstruktion, Verifizierung und Validierung, soweit dabei technische Fragen offen sind und nicht nur bekannte Lösungen angewendet werden.
Software als Medizinprodukt und Digital Health
Algorithmen, Datenplattformen und Anwendungen, deren Zuverlässigkeit und regulatorische Konformität erst entwickelt werden muss.
Biotechnologische Verfahren und Herstellung
Prozessentwicklung, Skalierung von Herstellverfahren und Arbeiten an Reproduzierbarkeit und Ausbeute.
Diagnostik und Biomarker
Entwicklung und Validierung neuer diagnostischer Verfahren, einschließlich der dafür nötigen Datenauswertung.
Investitionen in Labor- und Produktionstechnik
Ausstattung, die für die Entwicklung oder die spätere Herstellung erforderlich ist, über andere Instrumente als die Entwicklungsförderung.
In Life Sciences und Gesundheit scheitern Förderanträge selten daran, dass das Thema nicht relevant ist. Häufig entstehen Risiken durch die Einordnung der Entwicklungsphase, regulatorische Anforderungen und die Struktur der Partner.
Klinische Bewertung, Validierung, Qualitätsmanagement oder Dokumentation sind nicht automatisch förderfähig. Entscheidend ist, ob sie Teil eines echten Entwicklungsrisikos sind oder ob sie vor allem eine regulatorisch vorgeschriebene Pflicht für ein bereits festgelegtes Produkt erfüllen.
Viele Vorhaben brauchen Kliniken, Forschungseinrichtungen, Labore oder CROs. Diese Partner müssen fachlich notwendig, vertraglich sauber eingebunden und kostenmäßig richtig zugeordnet sein. Unklare Rollen oder nicht sauber abgegrenzte Aufträge führen schnell zu Rückfragen oder Kürzungen.
Ein Vorhaben kann für ein Programm zu früh und für ein anderes zu spät sein. Gerade zwischen Präklinik, klinischer Validierung, Zulassung und Markteinführung entscheidet die genaue Phase darüber, welches Förderinstrument passt und welche Nachweise erwartet werden.
Wir beginnen nicht beim Antrag, sondern bei der Frage, in welcher Phase Ihre Vorhaben stehen und welche Anteile förderfähig sind. Unsere Fachleute kennen die Programme und die Bewertungspraxis in dieser Branche.
SCHRITT 1
Vorhaben sichten.
Wir gehen Ihre Roadmap durch und trennen förderfähige von nicht förderfähigen Anteilen.
SCHRITT 2
Programme zuordnen.
Wir ordnen die förderfähigen Teile den passenden Instrumenten auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu.
SCHRITT 3
Anträge aufbauen.
Wir schreiben entlang der tatsächlichen Bewertungskriterien, nicht entlang der Projektbeschreibung.
SCHRITT 4
Das Bewilligte sichern.
Wir halten die Dokumentation über die gesamte Laufzeit prüfungsfest.
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