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Förderung für Chemie und Werkstoffe

Chemie und Werkstoffindustrie stehen vor Investitionen, die sich klassisch gerechnet kaum tragen: Prozesse elektrifizieren, Wasserstoff einsetzen, Reststoffe im Kreislauf halten und neue Materialien vom Labor in die Anlage bringen. Diese Vorhaben sind kapitalintensiv und risikobehaftet. Genau hier setzt öffentliche Förderung an, von Entwicklung über Demonstration bis zur Investition.

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Die Entwicklungen, die Ihre Investitionen prägen

Neue Materialien mit definierten Eigenschaften. Beschichtungen, Katalysatoren und Batteriematerialien werden gezielt entwickelt, der Weg vom Labor in die Anlage bleibt der Engpass.

Substitution kritischer Stoffe. Regulatorische Vorgaben zwingen dazu, bewährte Stoffe ohne Verlust der Produkteigenschaften zu ersetzen.

Dekarbonisierung und Elektrifizierung

Umstellung energieintensiver Prozesse auf strombasierte oder wasserstoffbasierte Verfahren, einschließlich der Verfahrensentwicklung dahinter.

Kreislaufverfahren und Rohstoffrückgewinnung

Chemisches und mechanisches Recycling, Aufbereitung von Reststoffen und Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abfallströmen.

Entwicklung neuer Werkstoffe und Katalysatoren

Materialien mit definierten Eigenschaften, deren Herstellbarkeit und Skalierbarkeit erst nachgewiesen werden muss.

Demonstrations- und Pilotanlagen

Der Schritt zwischen Labormaßstab und industrieller Produktion, bei dem technisches und kommerzielles Risiko am höchsten sind.

Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion

Abwärmenutzung, Prozessoptimierung und Reduktion des spezifischen Verbrauchs, wenn der Effekt nicht aus bekannten Verfahren ableitbar ist.

Was das für Ihre Förderung bedeutet

Arbeit an einem Verfahren, Material oder Prozess, dessen technisches Funktionieren zu Beginn noch nicht feststeht. Die zweite fördert Investition: den Bau, die Umrüstung oder Erweiterung von Anlagen, wenn eine Technologie bereits hinreichend definiert ist. Eine dritte Logik adressiert laufende Mehrkosten emissionsärmerer Prozesse, etwa wenn klimafreundliche Produktion im Betrieb teurer ist als das bestehende Verfahren.

Demonstrations- und Pilotanlagen. Sie sind weder reine Laborentwicklung noch reguläre Investition, sondern dienen dazu, Technologien im relevanten Maßstab zu validieren, Prozessrisiken zu reduzieren und Skalierung nachzuweisen. Für diese Phase existieren eigene Förderinstrumente, und sie muss von Anfang an anders strukturiert werden als ein klassisches FuE-Projekt oder eine reine Anlageninvestition.

Die Programme dahinter

Für Chemie und Werkstoffe greifen unterschiedliche Förderinstrumente je nach Projektphase. Forschungszulage, ZIM und kmu-innovativ decken vor allem Entwicklungsarbeit ab.

Investitionen in Anlagen, Energie- und Ressourceneffizienz können über EEW, GRW, Landesprogramme oder Förderkredite unterstützt werden. Bei emissionsärmeren Prozessen mit dauerhaft höheren Betriebskosten können zudem Klimaschutzverträge relevant sein.

Horizont Europa, EUREKA Eurostars und der EU Innovation Fund sind relevant, wenn internationale Kooperation, Demonstration oder industrielle Skalierung im Vordergrund stehen.

Worauf Sie in dieser Branche achten sollten

In Chemie und Werkstoffen entstehen Förderrisiken häufig dort, wo technische Entwicklung, Anlageninvestition und Klimawirkung ineinandergreifen. Besonders kritisch sind drei Punkte.

01

Verfahrensentwicklung und Anlagenbau werden vermischt

Ein neues Material oder Verfahren kann FuE-Anteile, Pilotierung und Investition in Anlagen enthalten. Diese Teile folgen unterschiedlichen Förderlogiken. Wird nicht sauber getrennt, welche Kosten der Entwicklung, der Demonstration oder dem Anlagenbau zuzuordnen sind, drohen Kürzungen oder Ausschlüsse.

02

Emissionsminderung nicht belastbar berechnet

Bei Klimaschutz- und Dekarbonisierungsprogrammen entscheidet häufig die nachweisbare CO2- oder Treibhausgasminderung. Dafür braucht es eine klare Ausgangsbasis, belastbare Annahmen, Vergleichsszenarien und eine nachvollziehbare Berechnung der erwarteten Wirkung.

03

Scale-up-Risiken werden unterschätzt

Viele Projekte funktionieren im Labor, scheitern aber in Pilot- oder Demonstrationsmaßstab an Prozessstabilität, Qualität, Energiebedarf, Rohstoffschwankungen oder Genehmigungsfragen. Förderanträge müssen deshalb zeigen, welche technischen Risiken im Maßstab bestehen und wie sie im Projekt reduziert werden.

Die Entwicklungen, die Ihre Investitionen prägen

Rohstoffpreise, Lieferkettenrisiken und regulatorische Vorgaben verschieben den Fokus auf die Rückgewinnung von Stoffen aus Reststoffen und Altprodukten. Chemisches Recycling und Aufbereitungsverfahren sind dabei technisch noch nicht ausgereift.

Leichtbau, Beschichtungen, Katalysatoren und Batteriematerialien werden zunehmend gezielt entwickelt statt gefunden. Der Weg vom Labor in die Anlage ist der Punkt, an dem die meisten Vorhaben stehenbleiben.

Regulatorische Einschränkungen und Abhängigkeiten bei Rohstoffen zwingen dazu, bewährte Stoffe zu ersetzen, ohne die Produkteigenschaften zu verlieren. Das ist Entwicklungsarbeit mit offenem Ausgang.

Wie wir arbeiten

Wir beginnen nicht beim Antrag, sondern bei der Frage, welche Teile Ihrer Vorhaben förderfähig sind und welcher Förderlogik sie folgen. Unsere Fachleute kennen die Programme und die Bewertungspraxis in dieser Branche.

Zahlen, an denen Sie uns messen können

95%

Bewilligungsquote

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Ressources & Insights

Die Zusammenarbeit mit der Ignite Group war für uns eine große Entlastung. Dank […] der fachlichen Expertise hatten wir jederzeit das sichere Gefühl, mit unserem Förderantrag in den besten Händen zu sein.

Paula Hessing Senior Executive Assistant, MARKT-PILOT GmbH

Nach Ziel statt nach Branche einsteigen

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FAQs zur Fördermittelberatung

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In der Regel ist eine Demonstrationsanlage eine Anlage, mit der ein neues oder deutlich verbessertes Verfahren erstmals in relevantem Maßstab erprobt und nachgewiesen wird, ohne bereits vollständig reguläre Serien- oder Routineproduktion zu sein. Die genaue Abgrenzung zwischen FuE, Demonstration und Investition entscheidet über das passende Förderprogramm und wird vor der Antragstellung geklärt.

Weil Förderprogramme wissen wollen, ob ein Verfahren oder Material auch außerhalb des Labors tragfähig ist. Entscheidend sind Fragen wie Skalierbarkeit, Prozessstabilität, Rohstoffverfügbarkeit, Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im relevanten Maßstab. Wir helfen, diese offenen Punkte sichtbar zu machen und daraus ein förderfähiges Entwicklungs- oder Demonstrationsvorhaben zu strukturieren.

Ja, viele Förderprogramme erlauben mehrjährige Vorhaben, allerdings mit festen Laufzeiten, Meilensteinen und Nachweispflichten. Bei langen Entwicklungs- oder Demonstrationsprojekten muss außerdem geprüft werden, wie Kosten, Mittelabrufe und Änderungen über mehrere Wirtschaftsjahre abgebildet werden.

Ja, wenn die Substitution technische Unsicherheit auslöst, etwa weil Materialeigenschaften, Prozessstabilität, Qualität, Sicherheit oder Skalierbarkeit erst erprobt werden müssen. Ein reiner Lieferantenwechsel oder der Einsatz eines bekannten Ersatzstoffs nach etabliertem Verfahren ist dagegen in der Regel keine förderfähige Entwicklung.