Gastbeitrag von Dr. Marco Nesarajah im MM Maschinenmarkt
Die europäische Kreislaufwirtschaft nimmt weiter Fahrt auf: Mit Vorgaben wie der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und der EU-Altautoverordnung stehen Verarbeiter von Kunststoffen unter wachsendem Druck, feste Rezyklatquoten in ihren Produktionslinien zu etablieren. Doch wo früher vor allem die Verfügbarkeit alternativer Werkstoffe diskutiert wurde, liegt der entscheidende Engpass heute in der Prozessstabilität.
In seinem aktuellen Gastbeitrag für das renommierte Fachmagazin MM Maschinenmarkt analysiert Dr. Marco Nesarajah, Senior Manager bei der Ignite Group, die Herausforderungen und Chancen der modernen Kunststoffverarbeitung im Vorfeld der Fakuma.
Vom starren Rezept zur adaptiven Regelung
Das Kernproblem beim Einsatz von Rezyklaten – insbesondere bei Post-Consumer-Materialien – ist deren chargenabhängige Varianz. Schwankende Fließeigenschaften führen in klassischen Spritzgießprozessen schnell zu erhöhtem Ausschuss und instabilen Abläufen.
Die Lösung sieht Dr. Marco Nesarajah im Paradigmenwechsel: Vom statischen Parametersatz hin zum adaptiven Regelkreis. Wenn Maschinen Schwankungen im laufenden Zyklus selbstständig erkennen und nachregeln, lassen sich Bauteilqualität sichern, Ausschuss minimieren und Energie einsparen.
Prozess-Know-how und Fördermittel als Schlüssel
Drei zentrale Handlungsempfehlungen gibt Dr. Marco Nesarajah der Branche mit auf den Weg:
- Prozessdaten frühzeitig erfassen: Ohne eine saubere Datenhistorie kann kein adaptives Modell lernen.
- Rezyklatverarbeitung als Prozesskompetenz begreifen: Der Erfolg entscheidet sich an der Maschine, nicht allein im Einkauf.
- Innovation im Verfahren suchen: Die technologische Neuerung steckt heute primär im Prozess – genau hier greifen auch staatliche Förderinstrumente wie die steuerliche Forschungszulage oder spezifische Förderprogramme für Verbundprojekte.
Sie möchten den vollständigen Fachartikel lesen?
Den ausführlichen Gastbeitrag „Rezyklate im Spritzgießen: Schwankungen per Regelung – Anpfiff zur zweiten Halbzeit der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft“ finden Sie direkt online im MM Maschinenmarkt.
Sie planen innovative Verfahrens- oder Digitalisierungsprojekte?
Als Ignite Group unterstützen wir produzierende Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, für ihre Entwicklungen die optimalen Förderprogramme auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu identifizieren und erfolgreich zu beantragen.
Sprechen Sie uns an und sichern Sie sich Ihr unverbindliches Beratungsgespräch.
Werden Sie jetzt Partner der Ignite Group.
Wir prüfen in einem kurzen Gespräch, welche Förderprogramme zu Ihrem Vorhaben passen.
Mehr erfahren: Werden Sie jetzt Partner der Ignite Group.